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Die Eichendorffschule in Essen-Schönebeck

Stolze Vergangenheit - Lebendige Gegenwart - und die Zukunft?

Vor 150 Jahren, als Schönebeck noch eine Streusiedlung mit einigen hundert Einwohnern war, wurde durch viele Eltern der Wunsch nach einer schulischen Bildung ihrer Kinder geäußert. Zwar hatte es an der Aktienstraße schon einmal ein ‚Schullokal’ gegeben. Doch muss das pädagogische Wirken dort nicht sehr nachhaltig gewesen sein. Eine allgemeine Schulpflicht gab es ja nicht, der Unterricht lief mehr oder weniger freiwillig, auf Absprache hin. Eine unabhängige, staatliche Schulaufsicht bestand für diese Bereiche nicht. So galt es, der schulischen Bildung in Schönebeck einen festen, kontrollierten Rahmen und einen neuen Ort zu geben. 1851 war es soweit. Ein Schulgebäude mit einem Klassenraum wurde dort errichtet, wo heute der Kath. Kindergarten, gegenüber der Gaststätte ‚Schönebecker Schweiz’ stehen.

Das erste Schulgebaüde der Eichendorffschule

Wappen Essen Schönebeck

Die Eichendorffschule 1851

1876 musste wegen der gestiegenen Kinderzahl ein zweiter Klassenraum errichtet werden, den man auf den vorhandenen einfach aufstockte. Erster Lehrer war Friedhelm Peters, der weitere Unterricht wurde durch Aspiranten erteilt, heute Lehramtsanwärter. Nach dem Krieg 1870/71 zogen infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs so viele Menschen zu, dass in der Gaststätte Büscher (später Pannenbäcker) im Brausewindhang ein Raum angemietet werden musste. 257 Kinder wurden in drei Klassen unterrichtet. (Man rechne!) Die Schülerzahlen stiegen noch weiter und so erweiterte man die alte Schule um zwei Räume. 1882 hatte sie vier Klassen mit 323 Kindern. (Man rechne noch einmal!) 1897 übernahm die Kirchengemeinde Borbeck das Schulgrundstück. Die (politische) Gemeinde Borbeck erhielt durch Tausch ein Grundstück an der Antoniusstraße, etwa dort, wo heute der Fußballplatz ist. Hier errichtetet sie ein neues Schulgebäude mit sechs Klassenräumen und zwei Wohnungen. Ostern 1898 wurde diese Schule in eine dreiklassige Knaben- und dreiklassige Mädchenschule aufgeteilt. Aber schon 1908 war die Schule auf 12 Klassen angewachsen. Um die immer größer werdende Schulraumnot zu beheben, entschloss sich die Gemeinde Borbeck, eine neue Schule an der Heißener Straße zu bauen. 1912 war es endlich soweit. Am 1. Mai wurde die neue Schule, Schönebeck II, festlich eingeweiht.

Übrigens: Das Aus für die Schule Schönebeck I an der Antoniusstraße kam 1936, als die Schülerzahlen so zurückgegangen waren, dass alle Kinder an der Heißener Straße, in dem modernen Haus zusammengefasst werden konnten. Endgültig war es vorbei mit diesem Schulgebäude am 3.4.1943, als es durch Bomben völlig zerstört wurde. Von Anfang an fest geplant war für die Schule Schönebeck II ein Erweiterungsflügel in Verlängerung des Gebäudeteils parallel zum Talgrund, also in Richtung auf die heutige Arena. Vier Klassenräume sollten es werden und im Tiefparterre eine Küche und Werkräume. Doch der Erste Weltkrieg machte einen Strich durch die schöne Rechnung. Schade! Auch heute noch könnten wir die Räume gut gebrauchen.

Josef Freiherr von Eichendorff - unser Namensgeber


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Alfried Krupp-
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